Cascata della Froda: Waldweg mit 100-Meter-Sturz 3 Bilder
Natur · Castelveccana

Cascata della Froda: Waldweg mit 100-Meter-Sturz

Ein kurzer Waldspaziergang ab Nasca führt zu einem fast 100 Meter hohen Wasserfall, der sich in ein Felsamphitheater am Fuß des Monte Cuvignone ergießt.

Der Einstieg liegt in Nasca, einer kleinen Fraktion von Castelveccana, keine 100 Meter vom Seeufer entfernt. Wer hier auf die SP7 Richtung Sant'Antonio abbiegt, findet nach etwa einem Kilometer das schlichte Schild zum Sentiero della Froda. Der Parkplatz ist kein Parkplatz, sondern ein Straßenrand mit Platz für wenige Autos. Der Weg selbst braucht rund 30 Minuten bis zum Wasserfall. Er führt durch dichten Mischwald, überquert an einer Stelle den Bach per Furt und passiert die Überreste einer alten Forellenzucht: gemauerte Becken, die seit Jahrzehnten nicht mehr in Betrieb sind, stehen noch auf der anderen Bachseite. Neun Mühlenstandorte säumen den Torrente Froda, von denen Reste im Gelände erkennbar sind. Am Ende des Aufstiegs wartet ein eiserner Brückensteg. Von hier aus öffnet sich der Blick auf ein Amphitheater aus blankem Fels. Das Wasser des Monte Cuvignone hat es über fast 100 Meter in die Tiefe geformt. Wer weiter will, steigt über eine schmale Metalltreppe zur Basis des Hauptfalls. Das Gestein ist feucht und rutschig, festes Schuhwerk ist keine Empfehlung, sondern Voraussetzung. Nach starken Regenfällen und im Frühling zeigt der Wasserfall sein volles Volumen. Im Sommer kann der Strahl schmaler werden. Der Weg verläuft durchgehend im Schatten des Mischwalds.
Ort
Sentiero Cascata della Froda, Nasca, Castelveccana
Zeit
Ganzjährig begehbar. Stärkste Wassermenge im Frühling und nach Regenfällen. Hin- und Rückweg ca. 1 Stunde, Gesamtstrecke rund 3,6 km.
Hinweis
Kein ausgewiesener Parkplatz am Trailhead, nur wenige Straßenrandplätze. Alternativ in Nasca parken und den Weg zur SP7 zu Fuß zurücklegen. Im Winter Vereisungsgefahr auf dem Pfad. Bergschuhe empfohlen, da ein Bachübergang und rutschiges Gestein am Wasserfall zu überwinden sind.
Wer am Lago Maggiore Natur abseits der Seepromenaden sucht, findet hier einen der wenigen Orte, an dem sich der Aufstieg wirklich lohnt. Die alten Forellenbecken und Mühlreste geben dem Weg eine industriegeschichtliche Note, die man nicht erwartet. Festes Schuhwerk einpacken, der letzte Abschnitt ist kein Spaziergang mehr.

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