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Natur · Isola Madre
Pfauen, Fasane, Papageien: Die Insel, auf der Vögel die Wege bestimmen
Weiße Pfauen, Goldfasane und Papageien teilen die Gartenwege mit den Besuchern. Die größte Borromäische Insel ist ein botanischer Garten, der sich seit dem frühen 19. Jahrhundert aus einem Olivenhain entwickelt hat.
Eindrücke
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Worum es geht
Wer die Fähre von Stresa oder Baveno nimmt und auf der Isola Madre anlegt, trifft schon auf dem ersten Weg auf Tiere, die niemanden zu beachten scheinen. Weiße Pfauen, Goldfasane und Papageien laufen frei durch den Park. Sie haben ihre Scheu vor Menschen längst abgelegt. Manchmal blockiert ein Pfau den Weg, schlägt sein Rad auf einem Ast auf und lässt sich Zeit.
Die Insel war lange kein Garten, sondern Nutzland. Olivenhain, Obstgarten, Zitrusplantage. Erst im frühen 19. Jahrhundert begann die Familie Borromeo, den englischen Landschaftsgarten anzulegen, der heute Kamelien, Azaleen, Rhododendren, Magnolien, Bambus und subtropische Pflanzen aus aller Welt beherbergt. Kamelien blühen schon im März, Azaleen folgen im April. Fast das ganze Jahr zeigt der Garten Farbe.
Am höchsten Punkt der Insel steht der Palazzo Borromeo, ein nüchterner Bau aus dem 16. Jahrhundert mit Wandteppichen, Möbeln und einer ungewöhnlichen Marionettensammlung, darunter Bühnenbilder aus dem frühen 19. Jahrhundert. Der Palast wurde 1978 für die Öffentlichkeit geöffnet.
Ein Kuriosum am Rand: Eine Kaschmirzypresse, 1862 als Samen aus dem Himalaya gebracht, wurde 2006 von einem Sturm umgeworfen. Mit 18 Stahlseilen richteten Gärtner und Techniker den Baum wieder auf. Er steht noch heute vor dem Palazzo.
Praktisches
- Ort
- Isola Madre
- Zeit
- Geöffnet Ende März bis Anfang November, täglich 10:00-17:30 Uhr (letzter Einlass). Besuch einplanen: mindestens 2-3 Stunden. Wochentags ruhiger als am Wochenende.
- Hinweis
- Anreise per Fähre ab Stresa, Baveno oder Verbania (Navigazione Laghi). An Wochenenden und Feiertagen stark besucht. Tickets an den Hafenbüros oder online. Drohnen verboten.
Arvela-Einschätzung
Isola Madre ist ruhiger als die Isola Bella und wird deshalb oft übersprungen. Das ist ein Fehler. Wer sich Zeit nimmt, erlebt einen Garten, in dem Tiere und Pflanzen gleichberechtigt nebeneinander existieren. Unter der Woche, außerhalb der Hauptsaison, hat man die Wege fast für sich.
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