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Von Laveno-Mombello aus dauert es keine halbe Stunde, bis das Ufer hinter dem Boot verschwindet und die drei Borromäischen Inseln am Horizont auftauchen. Erst als grüne Punkte, dann als Gärten, Türme und Häfen. Isola Bella ist die erste Station, aber kein Landgang. Das Boot verlangsamt, folgt der Inselkante und zeigt dabei, was vom Ufer aus nie zu sehen ist: Palazzo und zehn Terrassengärten, die die Familie Borromeo ab 1632 aus einem kahlen Fischerfelsen herausgearbeitet hat, steigen fast senkrecht aus dem Wasser auf. Kein Eintrittsticket, keine Warteschlange. Nur die Fassade und der See. Der einzige Landgang gehört der Isola dei Pescatori. Die kleinste der drei Inseln, seit dem 14. Jahrhundert durchgehend bewohnt, nie im Besitz der Familie Borromeo. Die Gassen sind eng, die Häuser hoch, die langen Balkone erinnern daran, dass Fischer hier früher ihren Fang zum Trocknen auslegten. Das Ristorante Belvedere hält sechs Bojen für Gäste mit eigenem Boot bereit, die vorab reserviert werden müssen; ein Tender bringt die letzten Meter zur Insel. Auf dem Rückweg nach Laveno liegt noch die Isola Madre vor einem. Fast vollständig grün, ruhig, ohne Anleger. Ein langsamer Bogen um sie herum, dann öffnet sich der See.
Ort
Laveno Mombello
Zeit
ca. 4 Stunden, später Vormittag bis früher Nachmittag
Hinweis
Wir empfehlen eine Vorabreservierung der Boje beim Ristorante Belvedere auf der Isola dei Pescatori, da nur sechs Gastbojen verfügbar sind. Das Restaurant ist von Mitte März bis Anfang November täglich zu Mittag und abends geöffnet. Abends ab etwa 19 Uhr bietet das Belvedere auf Vorbestellung einen eigenen Motorboottransfer ab Carciano, Baveno oder Stresa an.
Diese Tour funktioniert, weil sie die Inseln nicht als Besichtigungsprogramm behandelt. Isola Bella und Isola Madre bleiben draußen, die Isola dei Pescatori bekommt eine Stunde. Die Boje beim Belvedere vorab reservieren, das ist der einzige feste Punkt des Tages.

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